TSV-Läufer gehen in Ischgl und Titisee-Neustadt OFFROAD

Eine Woche nach dem Ermstal-Marathon suchten ein paar Läufer des TSV Glems eine läuferische Herausforderung der anderen Art, abseits der Straße, so richtig extrem und offroad.

Daniel Noll stellte sich in Ischgl der Mittelstrecke des Silvrettarun 3000. Die 29,9km lange Strecke startet in der Dorfmitte von Ischgl, auf ca. 1.400m Höhe gelegen, und führt über die Heidelberger Hütte hoch auf das Ritzenjoch auf 2.686m. Der Abstieg erfolgt über die Zollhütte und Lareinalpe runter ins Ziel nach Galtür. Obwohl es für Dani der erste hochalpine Trailrun war, rannte er seinen Konkurrenten wortwörtlich auf und davon auf dem 18km langen Anstieg, bei dem man am Schluss auf allen Vieren hochklettern musste. Mit unglaublichen drei Minuten Vorsprung kam er bei leichtem Schneefall auf dem Ritzenjoch an. Den Abstieg ging er vernünftigerweise vorsichtig an. Da schlug dann die Stunde der erfahrenen Trail-Läufer. Zwei von ihnen konnten ihn bergab einholen, so dass Dani  mit einem Rückstand von gut zwei Minuten auf den Ersten in einer fabelhaften Zeit von 2:37h, die schneller war als die der Sieger der Vorjahre, als Gesamtdritter im Ziel einlaufen konnte. Was für eine tolle Premiere!

Beim härtesten 400m-Lauf der Welt, dem Redbull 400 in Titisee-Neustadt, standen Arthur Wagner, Jule Gähtgens sowie Jonathan Jandt an der Startlinie am Fuße der legendären Hochfirstschanze. Es galt die Skisprunganlage hochzulaufen, vom Auslauf über den Schanzentisch und die Anlaufspur der Skispringer bis zur Startlucke. Das bedeutet dass 140 Höhenmeter bei bis zu 35 Grad Steigung zu bewältigen waren.

Arthur Wagner konnte den Vorlauf seiner Startgruppe gewinnen und sich für das Halbfinale qualifizieren. Dort qualifizierte er sich dann noch für den Finallauf mit den ca. 100 schnellsten Läufern aus dem anfänglichen Starterfeld von über 1.000. Im Finale  kam er als 51. gesamt nach knapp fünfeinhalb Minuten oben an der Schanze an.

Jule Gähtgens konnte sich im Vorlauf ebenfalls für das Finale qualifizieren und wurde 26. der Frauenwertung mit 7:19min.

Was man doch so alles mit einer Wintersportstätte im Sommer machen kann!